lichtlexikon - fachbegriffe verständlich!

Ein Überblick über die gebräuchlichsten Begriffe rund um die Lichtplanung

Unser kleines "lichtlexikon" gibt am Thema Interessierten einen Einblick in die Lichtplanung. Die gebräuchlichsten Begriffe und Beschreibungen haben wir einfach und leicht verständlich formuliert, sodass Sie sich auch als Nicht-Fachmann näher mit der Thematik beschäftigen können. Gerne erklären wir Ihnen aber auch persönlich alles ganz genau!




Abschirmwinkel

Ohne den sogenannten Abschirmwinkel würde bei besonders stark strahlenden Leuchten aufgrund der hohen Leuchtdichte die Gefahr der Direktblendung bestehen. Dem entgegen wirken Gehäuseteile, Lamellen oder Raster an den Leuchten, die die Lampen abschirmen. Laut DIN EN 12685 versteht man unter dem Abschirmwinkel einer Leuchte den Winkel zwischen der nach unten gerichteten Vertikalen und der Richtung, aus der die Lampen und die Flächen hoher Leuchtdichte gerade noch nicht sichtbar sind. DIN EN 12464-1 "Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen" definiert als Abschirmwinkel den Winkel in Bezug auf die horizontale Ebene.

Abstrahlwinkel

Der Abstrahlwinkel beschreibt die Ausleuchtung von Flächen relativ zur Lichtquelle.

Adaption

Adaption bezeichnet man die Zeit bzw. den Vorgang, den das menschliche Auge benötigt sich auf eine neue Helligkeit einzustellen. Die Anpassung wird von der Leuchtdichte zu Beginn und zu Ende der Helligkeitsänderung bestimmt. Interessant zu wissen ist, dass sich die Augen in Sekunden von Dunkel an Hell anpassen, aber Minuten benötigen um sich vom Hellen ans Dunkle zu gewöhnen. Von der Adaptionsleistung hängt die Sehleistung ab.

Adaptive Beleuchtung

Beleuchtung, die sich dynamisch an die Lichtverhältnisse des Tagesverlaufs anpasst wird als solche bezeichnet. Anwendung findet die adaptive Beleuchtung zum Beispiel in Räumen ohne Tageslicht, mit nur sehr geringem Tageslichteinfall oder Großraumbüros. Die Simulation kann einer Programmierung folgen oder mit Sensoren arbeiten.

Akzentbeleuchtung

Hiermit werden Akzente gesetzt! Ausgewählte Raumbereiche oder einzelne Objekte werden betont und in Szene gesetzt. Akzentuierendes Licht lockert die Raumatmosphäre bewusst auf. Eine Akzentbeleuchtung lebt von ihren unterschiedlichen Beleuchtungsstärken, spielt mit Kontrasten, mit Licht und Schatten und variiert im Lichteinfall. Sie kommt allerdings nur dann richtig zur Geltung, wenn sie heller ist als die Allgemeinbeleuchtung.

Allgemeinbeleuchtung

Allgemeinbeleuchtung (oder auch Grundbeleuchtung genannt) beschreibt die gleichmäßige Beleuchtung von Räumen. Sie ermöglicht eine Orientierung. Sie stellt sicher, dass man in den Räumen Licht hat - hierbei sind aber noch keine speziellen Beleuchtungsmöglichkeiten berücksichtigt wie Akzentbeleuchtung oder ähnliches.

Arbeitsbereichsbezogene Beleuchtung

Sie bezieht sich auf einzelne Arbeitsbereiche und deren unmittelbare Umgebung. Diese Art von Beleuchtung empfiehlt sich als Allgemeinbeleuchtung insbesondere wenn die Arbeitsplätze selbst in einem Raum unterschiedliche Anforderungen an die Beleuchtung und deren Stärke haben. Eine weiterführende Arbeitsplatzbeleuchtung pro Arbeitsplatz muss abhängig von den Anforderungen auf dem jeweiligen Platz geplant werden.

Arbeitsplatzbeleuchtung

Darunter versteht man das Licht, das für einzelne Plätze und deren Sehaufgaben abgestimmt ist. In der Regel ist die Arbeitsplatzbeleuchtung eine aufwertende Ergänzung zur Allgemeinbeleuchtung. Arbeitsplatzleuchten oder teilflächenbezogene Beleuchtungslösungen sind typisch für die Arbeitsplatzbeleuchtung.

Arbeitsstättenrichtlinien

Zur Verhütung von Arbeitsunfällen ist eine dem Arbeitsplatz und seinen Arbeitsbedingungen angepasste Beleuchtung Grundvoraussetzung. Der Gesetzgeber hat die Arbeitsplatzbeleuchtung daher in die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) aufgenommen. Spezielle Anforderungen für verschiedene Bereiche wurden in den Arbeitsstättenrichtlinien (ASR) detailliert festgehalten.

Ausstrahlungswinkel

Der Ausstrahlungswinkel bezeichnet den Öffnungswinkel des Lichtbündels einer Leuchte und ist abhängig von der Bauart des Reflektors. Lichttquellen mit kleinem Ausstrahlungswinkel ergeben kleine und hell beleuchtete Flächen. Leuchten mit breitem Ausstrahlungswinkel erzeugen große, dafür aber weniger hell beleuchtete Bereiche. Die Lichtstärke sinkt im Öffnungswinkel auf die Hälfte des maximalen Lichtergebnisses ab. Für eine Allgemeinbeleuchtung, also eine gleichmässige Ausleuchtung einer Fläche, müssen Leuchten mit einem breiten Strahlungswinkel eingesetzt werden. Für eine Akzentbeleuchtung, die ja punktuell wirken soll, benötigt man stärker gebündeltes Licht. Im Fachchargon spricht man bei einem großen Abstrahlungswinkel von "flood" oder "wide flood" Licht und bei kleinem Ausstrahlungswinkel von einem "Spot".

Außenbeleuchtung

Außenbeleuchtung kann sowohl funktionell als auch dekorativ sein. Sie sorgt für Orientierung im Dunklen, schafft Atmosphäre im Garten und setzt Akzente und Highlights in Szene. Außenleuchten selbst sind besonders witterungsbeständig und besitzen mindestens die Schutzart IP44. Unter die Außenbeleuchtung fallen z.B. Wandleuchten, Wegeleuchten oder Bodeneinbauleuchten.

Beleuchtungsniveau

Unter dem Beleuchtungsniveau versteht man die mittlere Beleuchtungsstärke in einem Raum oder an den beleuchteten Plätzen. Das Niveau ist von dem abgegebenen Licht und den Reflexionseigenschaften der Fläche abhängig. Je geringer die Reflexionsgrade sind und je schwieriger im Gegenzug dazu die Sehaufgabe ist, desto höher muss die Beleuchtungsstärke sein, um ein gutes Beleuchtungsniveau zu erreichen. Reflexionsgrade können z.B. sein: weiße Decke bis 85% oder schwarzer Boden 0%

Beleuchtungsstärke

Die Beleuchtungsstärke, die mit dem Luxmeter gemessen wird, steht für den auf die Fläche fallenden Lichtstrom. Sie ist der Quotient aus des auf die Fläche fallenden Lichtstroms und der Fläche an sich. Die Beleuchtungsstärke ist ein Lux, wenn der Lichtstrom von einem Lumen einen Quadratmeter Fläche einheitlich ausleuchtet. Aber ohne Berücksichtigung der Helligkeit (weiße oder dunkle Wände) der Räumlichkeiten kann das Helligkeitsniveau nicht präzise festgehalten werden. So kann eine Beleuchtungsstärke von 850 Lux in einem hellen Raum einen ganz anderen Eindruck hinterlassen als in einem dunklen Raum.

Bestrahlungsstärke

Die Bestrahlungsstärke ist der Begriff für die Leistung der eingehenden elektromagnetischen Energie bezogen auf eine Fläche, auf die die Beleuchtung trifft. Gemessen wir sie in Watt pro Quadratmeter.

Bewegungsmelder

Eine Lichtquelle, die über einen Bewegungsmelder gesteuert wird, schaltet sich ein sobald sich Menschen oder Tiere in dem festgelegten Radius bewegen. Sie arbeiten mit Passiv-Infrarot, Radar- oder Ultraschall-Sensoren und die Einschaltdauer wird über einen Timer individuell eingestellt und gesteuert. Bewegungsmelder werden sowohl im Außenbereich als auch im Haus eingesetzt. In erster Linie dienen sie als Orientierungshilfe. Im Außenbereich können sie auch der Einbrecherabwehr dienen.

Bilderleuchten

Bilderleuchten gehören zu den Akzentbeleuchtungen. Sie werden neben oder oberhalb eines Bildes montiert um dieses in Szene zu setzen. Aufgrund des Auslegers hat die Bilderleuchte genau den richtigen Abstand um Bilder entsprechend ins rechte Licht zu rücken.

Bildschirmarbeitsverordnung

Die Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) von 1996 dient beim Arbeiten mit Computern dem Gesundheitsschutz und ist die nationale Umsetzung der EU-Bildschirmrichtlinie. Die Anforderungen an die Beleuchtung eines Bildschirmarbeitsplatzes sind im Anhang in den Abschnitten 15 und 16 formuliert: „Die Beleuchtung muss der Art der Sehaufgabe entsprechen und an das Sehvermögen der Benutzer angepasst sein; dabei ist ein angemessener Kontrast zwischen Bildschirm und Arbeitsumgebung zu gewährleisten. Durch die Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes sowie Auslegung und Anordnung der Beleuchtung sind störende Blendwirkungen, Reflexionen oder Spiegelungen auf dem Bildschirm und den sonstigen Arbeitsmitteln zu vermeiden.“ (Abschnitt 15) „Bildschirmarbeitsplätze sind so einzurichten, dass leuchtende oder beleuchtete Flächen keine Blendung verursachen und Reflexionen auf dem Bildschirm soweit wie möglich vermieden werden. Die Fenster müssen mit einer geeigneten verstellbaren Lichtschutzvorrichtung ausgestattet sein, durch die sich die Stärke des Tageslichteinfalls auf den Bildschirmarbeitsplatz vermindern lässt.“ (Abschnitt 16) Gesetzliche Grundlage für die BildscharbV ist das Arbeitsschutzgesetz.

Belichtung H

Als Belichtung H wird die Summe aus Beleuchtungsstärke und Zeit bezeichnet. (H = E x t). Am bekanntesten ist der Einsatz dieser Formel aus der Fotografie. Hier wird mit Belichtungsmessern die optimale Belichtungszeit bei vorhandener Beleuchtungsstärke errechnet.

Blendung

Blendung erschwert das Sehen durch Verminderung der Sehleistung und des Sehkomforts. Man unterscheidet zwischen direkter und indirekter Blendung. Direktblendung geht von Lichtquellen mit zu hoher Leuchtdichte aus. Indirekte Blendung geht von glänzenden Oberflächen aus, die sich spiegeln. Um die Blendung zu verhindern wir die blendende Quelle abgeschirmt und weniger spiegelndes Material eingesetzt.

Bodeneinbauleuchten

Bodeneinbauleuchten sind Strahler oder Spots, die in den Boden eingelassen werden. Im Außenbereich sorgen sie z.B. durch von unten beleuchtete Pflanzen oder als Umrandung der Terrasse für Akzente und attraktive Lichteffekte. Bodeneinbauleuchten sorgen aber auch bei Treppen oder Wegen für optische Highlights. Im Innenbereich können sie beispielsweise auch als optische Raumteiler eingesetzt werden. Sie sollte in jedem Fall befahr- und begehbar sein und eine Schutzklasse zwischen IP 65 und IP 67 besitzen.

Brandschutzsymbole

Ein am Kopf stehendes Dreieck mit den Buchstaben "F" oder "M" sind Brandschutz-Symbol, die darüber informieren ob und wie die Eigenwärmung einer Leuchte begrenzt ist, und auf welchen entflammbaren Stoffen sie befestigt werden darf. Wenn Leuchten diese Symbole tragen müssen zwingend die Montagevorschriften des Herstellers eingehalten werden.

Bridgearm-Leuchten

Die Besonderheit dieser Lampen liegt darin, dass sie einen Arm mit mehreren Gelenken besitzen und somit individuell verstellbar sind.

Candela

Unter Candela versteht man die Einheit der Lichtstärke, also den Lichtstrom pro Raumwinkeleinheit!

CE-Kennzeichnung

Mit dieser Kennzeichung deklarieren die Hersteller ihre Produkte in Eigenverantwortung. Sie versichern damit, dass ihr Produkt bestimmten Richtlinien der EU entsprechen. Das CE-Symbol ist aber kein Sicherheitsprüfzeichen wie VDE-, ENEC- oder GS-Zeichen. Das CE-Symbol richtet sich an die Behörenden, die für die Überwachung zuständig sind - nicht an den Verbraucher. Ein ausschließlich mit diesem Symbol gekennzeichnetes Produkt wurde also von keiner anerkannten Prüfstelle getestet!

Circadianer Rhythmus

Licht geht auf den Bioryhthmus des Menschen. So startet zum Beispiel bei einer gewissen Beleuchtung ein spezieller Empfänger in der Netzhaut das Schlafhormon Melantonin. Licht beeinflusst die "innere Uhr" des Menschen, den circadianen Rhythmus. Der Mensch ist mit seiner biologischen Uhr auf einen periodischen Tagesrhythmus von ca. 24 Stunden eingestellt. Dieser kann aber durch Lichtzugabe beeinflusst werden. So wirkt sich insbesondere Licht mit kürzeren Wellenlängen auf den Aktivitätszustand aus. Denn die kürzeren Wellenlängen können von den lichtempfindlichen Ganglienzellen der Netzhaut des Auges gut aufgenommen werden.

Dämmerungsschalter

Dieser Schalter ist für das Ein- und Ausschalten einer Lichtquelle zuständig. Mit einem integrierten Lichtsensor kann der Dämmerungsschalter die Helligkeit messen und je nach eingestelltem Helligkeitswert die Leuchte ein- oder ausschalten. Dämmerungsschalter treten vorallem in Kombination mit Bewegungsmeldern auf. Bei Bewegungsmeldern sorgt der Dämmerungsschalter dafür, dass sie nur dann auf Bewegung reagieren, wenn die Helligkeit unter einen voreingestellten Wert gefallen ist.

Deckenanbauleuchten

Leuchten die direkt an der Decke montiert werden bezeichnet man als Deckenanbauleuchten. Da sie sichtbar und meist auch noch in der Raummitte befestigt sind gelten sie als Teil der Raumeinrichtung und sind somit auch Teil der Architektur.

Deckeneinbauleuchten

Leuchten die in Hohlräumen oder Zwischendecken montiert werden. Die Einbauleuchte ist zum größten Teil nicht sichtbar in der Decke verbaut.

Deckenfluter

Deckenfluter oder "Uplights" treten meist als Decken- oder Wandleuchten auf und lenken ihr Licht in erster Linie Richtung Decke. Bei verstellbaren Reflektoren wird auch gerne der deckennahe Bereich der Wand beleuchtet um das Licht von dort dann als indirekte Beleuchtung in den Raum reflektieren zu lassen. Bei Deckenflutern mit direktem Lichtanteil ist der Reflektor nach unten hin lichtdurchlässig.

Degradation

Das Zurückversetzen in eine niedere Position wird als Degradation bezeichnet. In der Lichttechnik beschreibt man mit Degradation den Rückgang des Lichtstroms bei LEDs. Die Degradation dauert viele Betriebsstunden und macht sich erst bei sehr alten LEDs bemerkbar. Die gewöhnliche Angabe der Lebensdauer mit 50.000 Betriebsstunden für LEDs berücksichtigt die Phase der Degradation bereits. LEDs leuchten zwar meist deutlich länger, aber nach über 50.000 Betriebsstunden ist deren Leuchtkraft aufgrund ihres Alters geringer. Durch widrige Betriebszustände wie z.B. die ständige Überhitzung kann der Alterungsprozess sogar noch beschleunigt werden.

Dimmer

Durch Dimmen kann die Helligkeit einzelner Leuchten gesteuert werden. Das Dimmen von Leuchten verändert nicht nur die Lichtstimmung, sondern erlaubt auch die individuelle Anpassung an unterschiedliche Raumnutzungen. Inzwischen gibt es auch das sogenannte Energiedimmen, das beispielsweise bei tageslichtabhängigen Räumen eingesetzt wird und sich daran orientiert und dementsprechend beleuchtet. So wird Licht nur dann geliefert, wenn es wirklich nötig ist und Energie gespart, wenn das Tageslicht ausreichend beleuchtet. Allgebrauchsglühlampen, Halogenlampen und Niedervolt-Halogenlampen können mit Phasenabschnitt-Dimmern gedimmt werden. Kompaktleuchtstofflampen und stabförmige Leuchtstofflampen müssen an elektronischen Vorschaltgeräten betrieben werden.

DIN5035

Vor Einführung der europäischen Normen (EN), die in der gesamten Europäischen Union gelten, war DIN 5035 „Beleuchtung mit künstlichem Licht“ die zentrale nationale Beleuchtungsnorm. Von den acht Teilen dieser Norm gelten einige unverändert oder in überarbeiteter Form weiter. Dazu die Übersicht: DIN 5035 Beleuchtung mit künstlichem Licht:

Teil 1 Begriffe und allgemeine Anforderungen (seit September 2002 komplett ersetzt durch DIN EN 12665)
Teil 2 Richtwerte für Arbeitsstätten in Innenräumen und im Freien (seit März 2003 in wesentlichen Teilen abgelöst von DIN EN 12464-1)
Teil 3 Beleuchtung in Krankenhäusern (seit März 2003 in wesentlichen Teilen abgelöst von DIN EN 12464-1, als ergänzende nationale Norm wurde DIN 5035-3 neu gefasst, gültig seit Juli 2006)
Teil 4 Spezielle Empfehlungen für die Beleuchtung von Unterrichtsstätten (seit März 2003 in wesentlichen Teilen abgelöst von DIN EN 12464-1)
Teil 5 Notbeleuchtung (seit Juli 1999 komplett ersetzt durch DIN EN 1838)
Teil 6 Messung und Bewertung
Teil 7 Beleuchtung von Räumen mit Bildschirmarbeitsplätzen und mit Arbeitsplätzen mit Bildschirmunterstützung (seit März 2003 in Teilen abgelöst von DIN EN 12464-1, als ergänzende Norm wurde DIN 5035-7 neu gefasst, gültig seit August 2004)
Teil 8 Spezielle Anforderungen zur Einzelplatzbeleuchtung in Büroräumen und büroähnlichen Räumen.

Direkte Beleuchtung

Von direkter Beleuchtung spricht man, wenn die Leuchten das Licht direkt in den Raum bzw. auf die zu beleuchtende Fläche strahlen. Dorthin wo das Licht benötigt wird.

Downlights

Downlights sind meist runde Deckenleuchten, die mit Reflektoren und anderen optischen Elementen bestückt sind. Downlights, die es sowohl für den An- als auch den Einbau gibt, eigenen sich z.B. auch für die Innenbeleuchtung von Vitrinen. Nromalerweise erhält man Downlights für Niedervolt-Halogenlampen, Hochvolt-Halogenlampen, Kompaktleuchtstofflampen und Halogen-Metalldampflampen.

Dynamische Beleuchtung

Von dynamischer Beleuchtung spricht man, wenn diese sich im Zeitablauf verändert, z.B. in Beleuchtungsstärke und -farbe. Absolut im Trend liegt farbdynamisches Licht von LEDs zur RGB-Farbnmischung. Diese bekannten LED-Streifen mit Farbwechsel werden gerne als indirekte stimmungserzeugende Beleuchtung an Möbel geklebt. Die Stromversorgung erfolgt hier über ein einfaches Netzteil und den Anschluss an die Steckdose. Die Dynamik wird von einem programmierten Steuerungssystem überwacht.

ENEC

ENEC ist ein Prüfzeichen, das zwischen den Prüfstellen der EU vereinbart ist und europaweit für Leuchten und andere Produkte der Elektrotechnik anerkannt ist. Das Zeichen steht für die Normenkonformität mit den europäischen Sicherheitsnormen. Produkte mit dem ENEC-Zeichen müssen sich den identischen Prüfungen unterziehen, wie die Produkte mit VDE-Zeichen.

Energie-Label

Dieses Label sagt aus wie gut die Stromeffizienz von Lampen und Leuchten ist, aber auch von Kühlschränken und Elektrogroßgeräten. Aufbau und Farben des Energie-Labels sind durch die Richtlinien der EU genormt und bekannt. Die Klassen erklären sich sehr leicht: Mit A sind sehr energieeffiziente Lampen gekennzeichnet. Die Skala des Labels endet im roten Bereich mit der Klasse G, die besonders ineffizient ist.

Energiesparlampen

Energiesparlampen sind sparsam und langlebig. Sie verbrauchen im Gegensatz zur klassichen Glühbirne (die ja inzwischen verboten sind) bis zu 80% weniger Strom und haben eine 6x so lange Lebensdauer. Energiesparlampen sind heute in allen Formen und Farben auf dem Markt. Sie können somit sowohl als Beleuchtung am Arbeitsplatz als auch als atmosphärische Beleuchtung im Sofabereich dienen. Dimmbare Energiesparlampen sorgen ebenfalls für ein ganz besonderes Licht im Wohnbereich.

Entladungslampen

Durch ionisiertes Gas oder Metalldampf erzeugen Entladungslampen Licht. Je nach Füllung wird das Licht direkt sichbar oder indirekt, indem die Strahlung auf der Innenseite des Kolbens umgewandelt wird. Der Druck im Entladungsrohr ist entweder niedrig (Niederdruck-Entladungslampen) oder hoch (Hochdruck-Entladungslampen).

EVG

Elektronische Vorschaltgeräte (EVGs) und dimmbare EVGs werden heute häufig statt herkömmlicher konventioneller (KVGs) oder verlustarmer Vorschaltgeräte (VVGs) eingesetzt. Sie erzeugen eine große Helligkeit und sind dabei äußerst energiesparend. Weitere Vorteile: längere Lamoenbetriebsdauer, flackerfreier Start, automatische Abschaltung defekter Lampen, höhere Lichtausbeute.

Ex-Leuchten

So kürzt man Explosionsgeschützte Leuchten ab. Diese werden in Arbeits- und Lagerräumen mit explosionsfähigen Gasen, Neben, Dämpfen oder Stäuben eingesetzt. Sie haben je nach Einsatz bestimmte Zündschutzarten, die den Schutzanforderungen in diesen Räumlichkeiten gerecht werden.

Farbspektrum

Als Farbspektrum bezeichnet man alle Farben, die durch das Zerlegen von weißem Licht mi Hilfe eines Prismas entstehen.

Farbtemperatur

Die Farbtemperatur in Kelvin (K) beschreibt die Lichtfarbe einer Lampe. Gebräuchliche Lampen besitzen Farbtemperaturen von weniger als 3.300 Kelvin (= warmweiss) über 5.300 Kelvin (= neutralweiss) bis über 5.300 Kelvin hinaus (= tageslichtweiss). Eine Kerze hat z.B. eine Farbtemperatur von ca. 1.500 Kelvin, was ein sehr warmes, gelbes Licht ist. Warmweisse Lampen eignen sich besonders gut für alle Bereiche in den eine gemütliche Atmosphäre herrschen soll. Neutralweiss oder Kaltweiss eignet sich überall dort wo man gut Sehen muss, wie z.B. am Schreibtisch.

Farbwiedergabe

Unter der Farbwiedergabe versteht man die farbliche Wirkung, die Licht auf farbigen Gegenständen hervorruft. Diese Wirkung wird mit dem Farbwiedergabe-Index Ra bewertet. Der Index beschreibt die Qualität der Farbwiedergabe von Lichtquellen bei gleichbleibender Farbtemperatur. Er sagt aus wie natürlich, also qualitativ gut, eine Farbe wiedergegeben wird. Je niedriger der Ra-Wert ist, desto schlechter ist die Qualität und umgekehrt. Die Farbe würde bei der Beleuchtung mit einem Farbwiedergabe-Wert von 100 Ra exakt so aussehen wir im natürlichen Tageslicht. Die besten Farbwiedergabewerte erreichen z.B. Halogenlampen mit Ra 95-100. Hier noch einige Beispiele für Farbwiedergabewerte: 60-80 Ra steht für eine mittelmässige Farbwiedergabe, die z.B. für Aussenanlagen vollkommen ausreichend ist. 80-90 Ra sagt aus, dass die Farbwiedergabe gut bis sehr gut ist. Das ist ausgezeichnet für Wohn- und Büroräume. Eine Farbwiedergabe von 90-100 Ra sind fast wie das Tageslicht und haben somit eine sehr hohe Lichtqualität. Angenehm sind solche Werte natürlich auch im Wohnraum. Besonders hilfreich ist eine qualitativ hochwertige Farbwiedergabe insbesondere auf Grafikarbeitsplätzen. Entscheidend für den Farbwiedergabewert ist aber auch immer die Qualität des Leuchtmittels an sich.

Faseroptische Beleuchtungssysteme

Bei diesen Systemen verteilt ein Bündel faseroptischer Leitungen das Licht einer zentralen Hochdruck-Entladungslampe. Der Vorteil hier sind die besonders dünnen und flexiblen Leitungen, die auch in schwer zugängliche Ecken verlegt werden können. Auch unter der Erde oder im Wasser ist das Verlegen hiermit kein Problem. An den Austrittspunkten der Leitungen sind Linsen oder Farbfilter für die Lichtrichtung und -wirkung verantwortlich.

Feuchtraumleuchten

Wie der Name bereits sagt sind diese Leuchten für Feuchträume wie Bad, Keller, Garagen oder Wellnessbereiche geeignet. Sie sind durch Aufbau und Material gegen Feuchtigkeiten geschützt. Die Schutzart liegt mindestens bei IP X4.

Grundbeleuchtung

Grundbeleuchtung (auch als Allgemeinbeleuchtung bekannt) ist die allgemeine Beleuchtung, die Räume gleichmässig hell ausleuchtet. Sie hat die Funktion der Orientierung. Spezielle Sehaufgaben wie z.B. Licht zum Lesen oder Arbeiten sowie atmosphärische Beleuchtung wird hier nicht berücksichtigt. Um einen Wohnraum nicht monoton wirken zu lassen werden zusätzlich zu der Grundbeleuchtung Leuchten für Akzente, Atmosphäre und Licht zum Lesen und Arbeiten installiert.

GS-Zeichen

"Geprüfte Sicherheit", bekannt als GS-zeichen bestätigt die Konformität mit dem Gerätesicherheitsgesetz. Das GS-Zeichen darüf nur gemeinsam mit dem Zeichen der prüfenden Stelle (VDE oder TÜV) verwendet werden.

Gütemerkmale der Beleuchtung

Die Beleuchtungsqualität der Beleuchtung wird durch folgende Gütemerkmale beschrieben:
Beleuchtungsniveau und Helligkeit
Störungsfreies Sehen ohne Blendung
Harmonische Helligkeitsverteilung
Lichtfarbe
Farbwiedergabe und Raumstimmung
Lichtrichtung
Erkennbarkeit von Körperfarben und Oberflächen

Halbnachtbetrieb

Halbnachtbetrieb oder auch Halbnachtschaltung genannt dient der Energieeinsparung. Die Lampenleistung wird zum Beispiel von 80 Watt auf 50 Watt reduziert. Der Halbnachtbetrieb mit dieser Leistungsreduzierung wird in erster Linie bei der Straßenbeleuchtung eingesetzt. Hier darf es natürlich nur zu einer Reduzierung und keiner Abschaltung der Lampen kommen.

Halbzylindrische Beleuchtungsstärke

Die halbzylindrische Beleuchtungsstärke (Ehz) beschreibt (Masseinheit Lux) die Anteile der vertikalen Beleuchtungsstärke, die auf eine halbzylindrische Messfläche fallen. Die Lux sind Voraussetzung für das Erkennen von Personen und Objekten. Auf Parkplätzen sind zum Beispiel 1,5 bis 5 Lux empfohlen.

Halogenlampen

Halogenlampen sind Temperaturstrahler, die im Füllgas geringe Zusätze von Halogen enthalten. Halogen macht es möglich, dass innerhalb einer bestimmten Temperaturspanne die Kolbenschwärzung und die einhergehende Lichtstromabnahme praktisch zu unterbinden. Im Halogen-Kreisprozess werden die abgedampften Wolframatome von Halogenatomen eingefangen und wieder an der Wendel abgelagert. Hierdurch wird die Lichtausbeute erhöht und die Lebensdauer der Lampe wird verlängert.

Indirekte Beleuchtung

Die indirekte Beleuchtung ist das Gegenteil der direkten Beleuchtung und wird gerne architektonisch eingsetzt um Akzente zu setzen und Atmosphäre zu schaffen. Ein Licht wird von der Leuchte ausschließlich an Wand-, Decken- oder Bodenflächen gestrahlt und von dort aus geplant in den Raum reflektiert. Die Lampen von indirekten Beleuchtungen werden abgeschirmt und blenden nicht. Indirekte Beleuchtung wird fast immer in Kombination mit direkter Beleuchtung eingesetzt. In dunklen Räumen empfiehlt es sich auch bei der indirekten Beleuchtung eine höhere Leistung einzusetzen.

IRC-Technik

IRC bedeutet Infra-Red-Coating oder verständlicher Infrarot-Beschichtung. Diese Technik verringert den Energieverbrauch bei gleichbleibenden Lichtstrom um bis zu 30%. Hier wird der Kolben mit einer extra Infrarot-Beschichtung ausgestattet. Sie reflektiert die von der Glühwendel in der Lampe abgegebene Wärmestrahlung großteils wieder auf die Wendel zürück. Mit dieser energiesparenden Technik werden Niedervolt-Halogenlampen und zweiseitig gesockelte Hochvolt-Halogenlampen ausgestattet.

Kardanische Strahler

Kardanische Strahler sind Leuchten mit einer frei beweglichen Aufhängung. Über Stellmotoren können die Lampen dann beliebig bewegt und fokussiert werden. Kardanisch verstellbare Strahler bieten eine hohe Flexibilität auch wenn sie nicht ganz so flexibel sind wie Strahler an Stromschienen; jedoch liefern sie ein deutlich ruhigeres Deckenbild. Sie werden zum Beispiel häufig in Ausstellungsräumen eingesetzt.

Kelvin

Kelvin (K) ist die Maßeinheit, in der die Farbtemperatur gemessen wird.

Klemmleuchten

Klemmleuchten sind ortsunabhängige bewegliche Leuchten. Ihr Name stammt von der Klemmvorrichtung, die es ermöglicht der Leuchte überall einen festen Halt zu geben. Klemmleuchten gibt es für Innen- und Aussenbeleuchtung.

Konstantlichtregelung

Sie ist Bestandteil der Raumautomation, eines Systems das die Beleuchtungssteuerung und Raumklimaregelung steuert. In Räumen mit Tageslichteinall muss die Beleuchtung nicht duchgehend auf höchstem Niveau geschaltet sein. Da greift die Konstantlichtregelung! Sie varriert das künstliche Licht automatisch - je nach Tageslichteinfall von außen. Die Regelung dimmt, schaltet aus oder schaltet an.

Konverter

Ein Konverter ist nichts anderes als ein Stromrichtger. Er wandelt mit Hilfe elektronischer Bauteile eine Stromart in eine andere um. Er wandelt Wechselstrom in Gleichstrom und Gleichstrom in Wechselstrom. Konverter, die wahlweise Gleich- oder Wechselstromrichter sein können nennt man Umrichter.

Kompaktleuchtstofflampen

Das sind besonders kleine Leuchtstofflampen, die häufig auch als Energiesparlampen bezeichnet werden. Meist besitzen Kompaktleuchtstofflampen ein integriertes Vorschaltgerät und einen Edisonsockel (Schraubsockel), um sie anstelle von Glühlampen einsetzen zu können. Haben sie kein integriertes Vorschaltgerät verfügen sie über einen integrierten Starter zum Betrieb an einem externen Vorschaltgerät. Die Röhre in der die Gasentladung stattfindet, ist bei den Kompaktleuchtstofflampen kleiner und gebogen zur Platzersparnis. Daher das Wort "Kompakt".

Lampe

Ohne Lampe kein Licht! Als Lampe wird die technische Ausführung einer künstlichen Lichtquelle bezeichnet, die elektrische Energie in Licht umwandelt. Die Lampe wird in die Leuchte eingesetzt. Die Leuchte verteilt das Licht und schirmt es so ab, dass es nicht blendet. Lampen gibt es in zig verschiedenen Ausführungen. In diversen Arten, Formen und technischen Eigenschaften. Im Wohnbereich verwendet man in erster Linie Halogenlampen, Energiesparlampen sowie Leuchtstofflampen.

LED

LED, auch Leuchtdioden genannt, ist die Abkürzung für "Licht Emittierende Dioden" oder "Light Emitting Diodes". LEDs sind elektronische Halbleiter-Bauelemente, die unter Spanntung das Licht in Rot, Grün, Gelb oder Blau abgeben. LEDs besitzen viele Vorteile wie z.B. die hohe Lebensdauer, Wartungsfreiheit, geringer Energieverbrauch, Farbstabilität, Unempfindlichkeit gegen Erschütterungen und IR/UV-Freiheit des Lichts. Leuchtdioden gibt es in diversen Bauformen. Besonders ist bei den LEDs inzwischen das Prinzip der RGB-Farbmischung.

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme, auch bekannt als Lampenleistung oder Wattage, ist die von einer Lampe oder einem Vorschaltgerät aufgenommene elektrische Leistung in Watt (W). Bei Niederdruck- und Hochdruck- Entladungslampen ist die Summe aus Lampenleistung und Leistungsaufnahme des Vorschaltgerätes die Systemleistungsaufnahme.

Leuchte

Mittels einer Leuchte wird dem Licht jede erdenkliche Wirkung entlockt. Die Leuchte ist für jeden Designer und Innenarchitekten eine der großen Herausforderungen. Eine angeschaltete Leuchte gibt dem Raum Farbe und Atmosphäre. Eine Leuchte muss aber auch im ausgeschalteten Zustand als Bestandteil des Raumes eine dekorative und in den Raum passende Wirkung abgeben. Sie wirkt daher wie ein Designobjekt.

Leuchtdichte

Die Leuchtdichte (L) beschreibt die physiologische Wirkung des Lichts auf das Auge. Gemessen wird in Candela pro Quadratmeter gemessen.

Lichtausbeute

Von Lichtausbeute spricht man wenn es um die Wirtschaftlichkeit einer Lampe geht. Die Lichtausbeute sagt aus, wie viel Lichtstrom in Lumen (lm) pro Watt (W) ihrer Leistungsaufnahme eine Lampe erzeugt. Je größer das Verhältnis zwischen Lumen und Watt ist, umso besser wird von einer Lampe die eingebrachte Energie in Licht umgesetzt. Einige Beispiele: Halogenlampe 20 lm/W, Energiesparlampe 60 lm/W oder stabförmige Leuchtstofflampe 90 lm/W, farbige LEDs 50 lm/W und weiße LEDs >30 lm/W.

Lichtfarbe

Mit der Lichtfarbe beschreibt man das farbliche Aussehen des Lichts einer Lampe. Dabei wird die Lichtfarbe durch die Farbtemperatur in Kelvin (K) beschrieben. Die Lichtfarben nehmen Einfluss auf die Atmosphäre im Raum. Warmweißes Licht eignet sich für gemütliche Atmosphäre im Haus und das neutralweiße Licht eignet sich für eher sachliche Bereiche wie zum Beispiel das Büro.

Lichtimmision

Beleuchtungsanlagen gelten als lichtemittierende Anlagen. Bei falsch ausgerichteten Leuchten kann es "Verschmutzungen" kommen, die als Lichtimmision stören. Ein gutes Beispiel dafür ist eine Straßenlaterne, deren Licht durch ein Fenster der Anwohner fällt und dort als störend empfunden wird.

Lichtpunkt

Insbesondere in der Außenbeleuchtung werden die einzelnen Leuchten als Lichtpunkte bezeichnet. Im Innenbereich spricht man beispielsweise bei einem "Sternenhimmel" von Lichtpunkten. Als Lichtpunktabstand bezeichnet man den Abstand der Straßenlaternen untereinander. Die Lichtpunkthöhe sagt aus, aus welcher Höhe das Licht auf die zu beleuchtende Fläche fällt.

Lichtsensor

Mit Lichtsensoren wird die Helligkeit des Tageslichts oder die künstliche Beleuchtung gemessen. Sie sind Teil von Dämmerungsschaltern, Lichtsteuer- und Lichtregelsystemen.

Lichtstärkeverteilung

Mit der Lichtstärkeverteilung wird die räumliche Verteilung der Lichtstärke beschrieben. Lichtstärkeverteilung unterscheidet sich durch Form und Symmetrie. So gibt es tief- und breitstrahlende und symetrische oder asymmetrische Leuchten. Die Lichtstärkeverteilung wird über die Lichtstärkeverteilungskurve, kurz LVK, dargestellt. Die Kurve ergibt sich aus dem Kurvenzug, der entsteht, wenn die in Polarkoordinaten dargestellten Lichtstärken einer Leuche in ihren Ausstrahlungsrichtungen miteinander verbunden werden.

Lichtstrom

Lichtstrom ist eine technische Größe, die in Lumen (lm) gemessen wird und die gesamte von einer Lichtquelle kugelförmig abgestrahlte Strahlungsleistung darstellt. Die Hersteller geben je Lampe einen Nennlichtstrom an. Er enthält aber keinerlei Informationen zur räumlichen Verteilung der Lichtausstrahlung.

Lichttherapie

Den gezielten Einsatz von Licht nennt man Lichttherapie. Sie kann zu Wohlbefinden und Gesundheit beitragen und kann so negativen Auswirkungen des Umfelds oder der persönlichen Befindlichkeiten entgegenwirken. Licht kann beispielsweise bei Schlafstörungen helfen und die "innere Uhr" unterstützten, bei magelnder Leistungsbereitschaft oder bei Winterdepressionen positiv entgegenwirken. Hier setzt man größtenteils Vollspektrumlampen ein.

Lux und Lumen

Beide Begriffe sind Maßeinheiten für lichttechnische Größen. Lux (lx) steht für die Beleuchtungsstärke und gibt an wie viel Licht auf eine Fläche fehlt. Gemessen wird mit einem Luxmeter. Am Schreibtisch werden zum Beispiel als Minimum 500 Lux empfohlen. Der Lichtstrom wird in Lumen (lm) gemessen und beschreibt die von der Lampe in alle Richtungen abgestrahlte Leistung. Auch hier ein Beispiel: Eine zweiseitig gesockelte Halogenlampe besitzt bis zu 44.000 Lumen. Beide Werte, Lux und Lumen, findet man in der Beschreibung der Hersteller.

Metalldampflampen

Metalldampflampen sind Gasentladungslampen, in denen Metallatome durch Ionisation in einer elektrischen Entladung zum Erleuchten gebracht werden. Ursprünglich wurden diese für den industriellen Einsatz entwickelt z.B. zur Ausleuchtung von Geschäftsräumen und Werkstätten, als Stadionbeleuchtung oder zur Bestrahlung von Denkmählern. Der große Vorteil der Metalldampflampen liegt in der hohen Lichtstärke. Aber auch im Eventbereich oder bei der Gartengestaltung eignen sich Metalldampflampen ausgezeichnet, denn ihr Licht hebt die Farben von grünem Blätterwerk besonders natrürlich und schön hervor. Es ähnelt dem natürlichen Tageslicht der Sonne sehr nahe. Zudem verfügen Metalldampflampen über eine sehr gute Energieausbeute, sind relativ langlebig und umweltfreundlich. Die Funktion der Metalldampflampe ist ähnlich der einer Leuchtstofflampe, die an beiden Enden je eine Elektrode besitzt, die zur Lichterzeugung unter Strom gesetzt werden. Bei der Metalldampflampe sind lediglich die Elektroden näher beieinander, was dazu führt, dass sie meist auch kleiner als herkömmliche Glühlampen sind. Fazit: Metalldampflampen erzeugen auf minimalem Raum eine maximale Lichtintesität.

Nennbeleuchtungsstärke

Hierbei handelt es sich um einen Begriff, der früher in den nationalen Beleuchtungsnormen verwendet wird. Er definiert die mittlere Beleuchtungsstärke im eingerichteten Raum in Bezug auf einen mittleren Alterungszustand der Beleuchtung. Für den Ausgangswert wurde die Nennbeleuchtungsstärke mit einem Planungsfaktor 1,25 mulitpliziert. Für die natürliche Alterung der Lampen und der Decken und Wände wird ein Wartungsfaktor berücksichtigt. Die in DIN EN-Normen vorgegebenen Werte der Beleuchtungsstärke stehen für diese Wartungswerte.

Neonleuchte

Neonleuchten sind Niederdruck-Entladungslampen genauso wie Leuchtstofflampen - dürfen allerdings nicht mit diesen verwechselt werden! Neonleuchten besitzen große, kalte Elektroden und enthalten das Edelgas Neon, welches bei Hochspannung entladen wird. Alternativ können die Leuchten mit Argon, Krypton oder anderen Edelgasen gefüllt sein, werden aber denoch als "Neonlampen" bezeichnet. Neon ergibt rot-oranges Licht, andere Gase andere Farben. In erster Linie werden Neonlampoen in der Lichtreklame eingesetzt. Vor dem Befüllen des Lampenkolbens mit Gas können diese beispielsweise auch zu Schriftzügen oder Figuren verformt werden. Für die normale Beleuchtung sind sie aber ungeeignet.

Niedervolt

Niedervolt spendet brilliantes Licht und hat im Vergleich zu einer Glühlampe eine viermal so hohe Lebensdauer. Sie verbrauchen wesentlich weniger Energie und brillieren durch ihre hohe Farbwiedergabe. Sie sind fast so farbecht wie natürliches Licht und können dadurch so gut wie überall zum Einsatz gebracht werden. Niedervolt-Halogenlampen benötigen einen Transformator und eine Betriebsspannung von 12V.

Nutzebene

Die Nutzebene ist die Fläche, die beleuchtet werden soll. Je nach Beleuchtungszweck wird von der Norm ein rechnerischer Bezugspunkt vorgegeben. Normalerweise 0,75 Meter über dem Boden.

Optische Strahlung

Die optische Strahlung ist ein Teil des elektromagnetischen Spektrums und umfasst folgende Bereiche: ultraviolette Strahlung (Wellenlänge 100-380nm), das fürs menschliche Auge sichtbare Licht (380-780nm) sowie die infrarote Strahlung (ab 780nm). Für den Menschen sind UV- und IR-Strahlen gefährlich, aber in geringem Maß sind beide Strahlentypen lebensnotwendig für den menschlichen Organismus. UV-Lampen werden z.B. in Solarien eingesetzt und IR-Strahlung in Heizstrahlern.

Orientierungsleuchten

Orientierungsleuchten spenden relativ wenig Licht und sind dienen deshalb nur der Orientierung, aber nicht zur sicherein Ausleuchtung von Wegen, Treppen und Fluren. Häufig werden Wandleuchten und Bodeneinbauleuchten als solche Orientierungshilfen eingesetzt.

Pendelleuchten

Pendelleuchten sind Deckenlampen im Wohnraum, die von der Decke abgehängt werden, wie z.B. Leuchten über dem Esstisch oder in Büroräumen direkt über dem Arbeitstisch. Abgependelt werden Leuchten üblicherweise an Stahlseilen oder Gewindestangen.

Platzbeleuchtung

Eine Platzbeleuchtung ist die Zusatzbeleuchtung zur Allgemeinbeleuchtung um spezielle Sehaufgaben an einzelnen Plätzen zu lösen, wie zum Beispiel Licht am Badspiegel oder Leselicht am Sessel. In Büroräumen stellt die Arbeitsplatzbeleuchtung diese Beleuchtung dar, die für eine spezielle Sehaufgabe zuständig ist.

Pollerleuchten

Pollerleuchten werden in erster Linie an Wegen eingesetzt, wo sie ihr Licht aus einer geringen Lichtpunkthöhe von 1 - 1,5 Meter abgeben. Pollerleuchten sind in der Regel mit Licht lenkenden optischen Systemen ausgestattet. Leuchtmittel in Pollerleuchten sind meist Kompaktleuchtstofflampen oder Halogenlampen. LEDs sind inzwischen auch eine Alternative.

Pulsdimmer

Der Pulsdimmer sorgt per Knopfdruck dafür, dass eine Leuchte bei kurzem Druck ein- und ausgeschaltet wird und durch langes Drücken gedimmt wird.

Rasterleuchten

Rasterleuchten sind Leuchten mit Rasterabdeckung, die der Lichtlenkung dienen und vor Blendung schützen.

Raumbezogene Beleuchtung

Die raumbezogene Beleuchtung ist eine gleichmäßige Beleuchtung, die an allen Stellen des Raums eine gleich gute Sehbedingung schafft. Sie eignet sich als einziges Beleuchtungskonzept für eine flexible, häufig wechselnde Anordnung der Arbeitsplätze. Nach DIN EN 12464,1 (Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen) muss, wenn die Anordnung der Arbeitsplätze noch nicht bekannt ist, die raumbezogene Beleuchtung statt der arbeitsbezogenen Beleuchtung umgesetzt werden.

Reflektor

Weiße oder mattierte Reflektoren schirmen in Leuchten die Leuchtmittel ab um eine diffuse Lichtverteilung zu erzeugen. Glänzende Reflektoren dienen der Lichtlenkung. Je nach Art des Reflektors entstehen so unterschiedliche Lichtstärkeverteilungen und Ausstrahlungswinkel.

Reflektorlampen

Diese Lampen besitzen von integrierten Reflektor (innenverspiegelt, der das Licht lenkt un den Ausstrahlungswinkel bestimmt.

Reflexionsgrad

Er sagt aus wie viel Prozent des Lichtstroms reflektiert wird. Helle Flächen haben einen hohen und dunkle Flächen einen niedrigen Reflexionsgrad. So reflektieren weiße Wände bis zu 85 Prozent des Lichts, helle Wände bis zu 35 Prozent rote Ziegelsteine jedoch nur bis zu 15 Prozent. Für die Lichtplanung bedeutet das, je dunkler ein Raum ist, desto mehr Licht wird benötigt um die gleiche Beleuchtungsstärke auf der Nutzebene zu erlangen.

Reinraumleuchten

Reinräume sind Räume mit besonderen Ansprüchen, wie geringer Belastung der Umgebungsluft mit Partikeln und hoher Sauberkeit und Hygiene. Diesen Anforderungen müssen auch die darin eingesetzen Leuchten gerecht werden. Reinraumleuchten haben meist die Schutzklasse IP 65. Zum Einsatz kommen sie in Operationssälen, in der Pharmaindustrie, in Lebensmittelbetrieben, in der mikroelektronischen Fertigung oder in EDV-Räumen. Geeignet sind hier Dreibanden-Leuchtstofflampen oder Kompaktleuchtstofflampen.

Rettungszeichenleuchten

Sicherheitszeichen für Rettungswege sind hinterleuchtete Sicherheitszeichen und müssen nach DIN EN 1838 bestimmten Qualitätsrichtlinien gerecht werden.

RGB-Farbmischung

RGB steht für die Farben Rot, Grün und Blau, die zur dekorativen Farbgestaltung von Räumlichkeiten im Leuchtmittel miteinader gemischt werden oder in ihren Einzelfarben ausgestrahlt werden. Liest man von RGBW-Mischungen bedeutet das, das der Farbmischung ein weiss beigemischt wird um eine besseres weißes Licht zu erziehlen. Denn vorallem bei LEDs wird das RGB-Prinzip auch zur Erzeugung von weißem Licht genutzt.

Scheinwerfer

Scheinwerfer wurden für Lampen mit besonders hoher Wattleistung konstruiert. Lampen mit geringerer Leistung werden in Strahlern und Kleinscheinwerfern eingesetzt. Einsatz finden Scheinwerfer in der Anstrahlung im Außenbeleuchtung oder zur Beleuchtung von Theater- und Showbühnen.

Schutzart

Die Schutzart sagt aus wie sicher eine Leuchte gegen das Eindringen von Fremdkörpern oder Wasser ist. Gekennzeichet wird die Schutzart mit IP (Ingress Protection) und zwei Ziffern. Die Erste steht für die Sicherheit gegen Fremdkörper, die Zweite gegenüber Wassereindringen. Die Mindestanforderung an Leuchten für Innenräume liegt bei IP20. Eine Kennzeichnung hierfür ist aber noch nicht notwendig.

Schutzklassen

Die Schutzklassen von Leuchten werden durch ihre Bau- und Betriebsart bestimmt. Für die Schutzmaßnahmen gegen einen elektrischen Schlag gibt es drei Klassen:
Schutzklasse I: Leuchten für den Anschluss an den netzseitigen Schutzleiter. Das Symbol hierfür ist an der Anschlussstelle angebracht.
Schutzklasse II: Leuchten mit einer zusätzlichen Isolierung. Sie haben keinen Schutzleiteranschluss.
Schutzklasse III: Leuchten für den Betrieb mit Schutzkleinspannung (ein Stromkreis mit geringer Voltzahl, der zwar aus Stromkreisen mit höherer Spannung eingespeist wird, dann aber sicher von diesen getrennt wird).

Sehaufgabe

Die Sehaufgabe ergibt sich aus den Helligkeits- und Farbkontrasten, der Größe, der Details und der Geschwindigkeit und Zeitdauer mit der die Kontraste wahrgenommen werden. Je aufwendiger eine Sehaufgabe ist, desto besser muss das Beleuchtungsniveau sein.

Sehkomfort

Unter Sehkomfort versteht man das Wohlbefinden, das die Nutzer des Raums aufgrund der Beleuchtung empfinden. Es wird die Beleuchtungsqualität im Augenmerk auf Farbwiedergabe und harmonische Beleuchtungsverteilung beurteilt.

Sehleistung

Die Sehschärfe und die Unterschiedlichkeitsempfindlichkeit der Augen bestimmt die Sehleistung. Auch die Zeit in der das menschliche Auge Kontraste, Formen, Farben und Details erkennt sagt etwas über die Sehleistung aus.

Seil- und Stangensysteme

Seil- und Stangensysteme, die in Niedervolt-Technik ausgeführt sind, machen die Beleuchtung flexibel. Strahler und Leuchten werden an beliebiger Stelle befestigt und können jederzeit umgehängt werden. Die Befestigung erfolgtr über Anschrauben, -klemmen oder die Fixierung durch Steckadapter. Über die Seile oder Stangen wird der Strom zu den einzelnen Leucten geführt. Diese Art von Lampen werden an Wänden oder Decken befestigt oder abgependelt. Verbindunsstücke ermöglichen es in jede erdenliche Richtung abzubiegen - je naschdem wohin das Licht geführt werden soll bzw. gebraucht wird. Der Transformator muss immer mit Nennlast betrieben werden. Diese Systeme sind auch für Lampen mit 230 Volt erhältlich.

Sockelleuchten

Sockelleuchten werden in der Außenbeleuchtung eingesetzt und wirken wir Mastleuchten - nur das Sie nicht an einem langen Mast montiert sind, sondern auf Mauern und Pfeilern.

Spektralfarben

Jede elektromagnetische Strahlung von Licht hat unterschiedliche Wellenlängen. Die sichtbaren Wellenlängen, zu denen jeweils eine bestimmte Spektralfarbe gehört, liegen im Bereich von 380 bis 780 Nanometer (nm). Mit einem Prisma werden diese Spektralfarben sichtbar gemacht. So ensteht auch der Regenbogen. Hier dienen die Regentropfen als Prisma.

Steckdosensäulen

Steckdosensäulen sind Säulen mit einer Stromzuleitung und mehreren Steckdosen, die die zentrale Versorgung mehrerer Leuchten ermöglichen. Sie werden gerne im Außenbereich, in Pars und Gärten eingesetzt. Aber auch aus Großküchen oder Büroräumen sind sie bekannt.

Stehleuchten

Sie sind unkompliziert und flexibel einsetzbar und verfügen meist über einen Lampenschirm, der indirekt zur Decke leuchtet und damit Atmoshäre schafft, sowie einen Lesearm. Eigentlich in keiner Sofaecke wegzudenken. Meist sind diese auch dimmbar und spenden so zu jeder Gelegenheit genau das richtie Licht.

Steuer- und Regelsysteme

Steuer- und Regelsysteme steigern den Komfort und sparen -beispielsweise bei Reaktion auf das einfallende Tageslicht- Energie. Es handelt sich hierbei um alle Syteme, die das reine "Ein/Aus" durchbrechen und intelligent das Licht im und ums Gebäude managen. Einer Steuer- und Regelsystemtechnik liegt im Normalfall immer eine professionelle Lichtplanung zu Grunde. Sie sind nur Instrumente des ausgeklügelten Lichtmanagements. Das Licht kann hinsichtlich festgelegter Szenarien per Knopfdruck gesteuert werden, sodass sich das Lich auf Befehl der Stimmung oder Gelegenheit anpasst. Den gesamten Regelprozess organisiert die Beleuchtung ohne Eingriff selbst. Die Regeltechnik misst einen Beleuchtungszustand oder Sachverhalt wie z.B. Uhrzeiten und reagiert darauf mit einer vorher festgelegten Reaktion darauf. (Soll-Ist-Abgleich) In der Praxis bedeutet dies, dass sich das Licht zum Beispiel abhängig von den anwesenden Personen regelt oder aufgrund des einfallenden Tageslichts reagiert.

Stromschienen

Schromschienen sind eigentlich nichts anderes als die bekannten Seil- und Stangensysteme. An beliebiger Stelle der Schiene können Adapter mit Leuchten und Strahlern angebracht werden. Der Adapter stellt dann die Stromverbindung her, da der Stromleiter selbst abgedeckt innerhalb der Schiene liegt. Die Niedervolt-, Einphasen- und Dreiphasen-Stromschienen sind für den Deckenanbau, -einbau, zum Abpendeln und zur Wandmontage geeignet. Mehrere Stromschienen können mit Verbindugsstücken und Kupplungen zu geraden oder rechtwinkligen Strukturen und rundgebogenen Stromschienen zu Kreissegmenten verbunden werden.

Teilflächenbezogene Beleuchtung

Ergänzend zu der Allgemeinbeleuchtung, die einheitlich über die gesamte Raumfläche geht stellt die teilflächenbezogene Beleuchtung das gesonderte Licht für bestimmte Sehaufgaben zur Verfügung. Das am häufigsten gebräuchliche Beispiel dafür sind Arbeitsflächen oder Schreibtische. An Schreibtischen wird die teilflächenbeleuchtung meist durch Schreibtischleuchten (Tischleuchten) realisiert. In Handwerk und Industrie setzt man Arbeitsplatzleuchten ein, die den jeweiligen Anforderungen entsprechen - auch hinsichtlich Schutzarten und -klassen. Der Vorteil für den Arbeitnehmer bzw. Nutzer liegt darin, dass er die Helligkeit und den Lichteinfall selbst nach seinen Bedürfnissen einstellen kann. Laut DIN EN 12464-1 (Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen) darf die teilflächenbezogene Beleuchtung nur als Ergänzung eingesetzt werden und ersetzt keine arbeitsbereichsbezogene Beleuchtung.

Transformator

Ein Transformator ist ein Spannungswandler, der die Netzspannung von 230 Volt in Kleinspannung von 6, 12 oder 24 Volt wandelt. Niedervolt-Strahler und -Leuchten ohne integrierten Trafo müssen mit einem vorgeschalteten Einzel- oder Sammeltransformator betrieben werden. Die Trafo-Technik arbeitet mit diversen Wicklungen auf der Primär- und Sekundärseite. Meist kommen Ringkern-Trafos zum Einsatz, wobei elektrische Trafos deutlich kleiner, kompakter, leichter, leiser und energiesparsamer sind. Letztere sind allerdings noch teurer und noch nicht so leistungsfähig wie Konventionelle.

Ugr

Die Abkürzung für Unified Glare Rating wurde von der Internationalen Beleuchtungskommision entwickelt. UGR bewertet die Blendung von Lichtquellen. Im Gegensatz zu früheren Bemessungsverfahren, wird hier nicht mehr die Leuchtdichte der einzelnen Leuchten berechnet, sondern die Blendung der gesamten Beleuchtung einwirkend auf eine vordefinierten Position. DIN EN 12464-1 (Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen) gibt einen Referenzwert für einen Standardraum an. In modernen Lichtplanungsprogrammen, wie sie jeder Lichtplaner besitzt, gibt es die Möglichkeit den genauen UGR-Wert für jede definierte Position im Raum zu berechnen. Je kleiner der Wert, desto weniger die Blendung. Darüberhinaus bekommt man die Angabe des Elevationswinkels für Leuchtdichten. Der Grenzwinkel oberhalb dessen die Leuchte rundum eine Leuchtdichte von 1.000 Candela/Quadratmeter hat.

Unterwasserscheinwerfer

Beleuchtung unter Wasser muss besondere Anforderungen an die Betriebssicherheit erfüllen. Sie werden mit Schutzkleinspannung betrieben und haben Transformatoren vorgeschaltet. Selbstverstädnlich sind sie wasserdicht und müssen dem entsprechenden Druck unter Wasser standhalten können.

Uplight

Uplights ist die moderne Bezeichnung für Deckenfluter, die meist als Steh- oder Wandleuchte erhältlich sind und das Licht vorwiegend gen Decke, also nach oben, lenken. Je nach Einsatz auch an den deckennahen Teil der Wand um sie von dort als indirekte Beleuchtung in den Raum relektieren zu lassen. Bei Deckenflutern mit direktem Lichtanteil ist der Reflektor nacht unten hin lichtdurchlässig.

VDE

Das VDE-Prüfzeichen wird vom Prüf- und Zertifizierungsinstitut des VDE (Technisch Wissenschaftlicher Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. - gegründet als Verband Deutscher Elektrotechniker) vergeben. Es steht für Sicherheit und Normenkonformität eines elektrotechnischen Produktes hinsichtlich elektrischer, mechanischer, thermischer und sonstiger Gefährdungen.

Vollspektrumlampen

Unter Vollspektrumlampen versteht man stabförmige Dreibanden-Leuchtstofflampen mit Durchmesser 26mm oder 16mm. In der spektralen Zusammensetzung entspricht ihr Licht dem Tageslicht. Deshalb und wegen ihres höheren Anteils an UV-Licht werden diese Lampen meist als Vollspektrum-Tageslicht-Leuchtstofflampen bezeichnet. Aufgrund des UV-Anteils und den kontrollierten Einsatz dessen werden diese Lampen auch für medizinisch-therapeutische Zwecke verwendet. In Vollspektrumlampen, die als Allgemeinbeleuchtung dienen sollen ist der UV-Anteil zum Schutz reduziert. Die Lichtfarbe und Farbwiedergabe entspricht anderen De-Luxe-Leuchtstofflampen mit Tageslichtweiß 965.

Vorschaltgerät

Für den Betrieb von Entladungslampen (z.B. Leuchtstofflampen) sind Vorschaltgeräte (VGs) erforderlich. Nach Zündung dieser Lampen erfolgt einen Ionisierung der Edelgase oder Metalldämpfe, die zu einem sehr starken Anstieg des Lampenstroms führt. Diese würde die Lampe in kürzester Zeit zerstören, weshalb ein VG den Lampenstrom beim Einschalten und im Betrieb kontrolliert begrenzt. Es gibt konventionelle (KVGs), verlustarme (VVGs) sowie elektronische Vorschaltgeräte (EVGs) sowie dimmbare und nicht dimmbare für Leuchtstofflampen. Die VGs von Energiesparlampen sind bereits im Schraubsockel integriert oder Bestandteil der Leuchte selbst. Für alle VG gilt der EEI (Energie-Effizienz-Index), der die Energieverschwender KVG seit seit 2002 als unzulässig einstuft.

Voutenleuchten

So bezeichnet man Leuchten die im gewölbten Übergang zwischen Wand und Decke installiert werden. Das diffuse Licht erhellt als indirekte Beleuchtung die Deckenkanten. Normalerweise sind sie mit stabförmigen Leuchtstofflampen ausgestattet.

Volt

Volt bezeichnet man die Einheit der elektrischen Spannung. Das Zeichen dafür ist V und benannt wurde sie nach dem italienischen Physiker Alessandro Volta. Die Einheit Volt beschreibt die Spannung zwischen zwei Punkten, wenn zwischen diesen eine Leistung von einem Watt fließt.

Wandleuchten

Wie der Name bereits erwarten lässt, werden diese direkt an der Wand befestigt und tragen zu einer gemütlichen Atmosphäre einse Raums bei. Sie setzen punktuelle Lichtakzente. Eine Art der Wandleuchten sind die Wandfackeln, die auch sehr gerne zum Einsatz kommen. Da es diese von rustikal bis architektonisch modern gibt werden sie vielerorts und gerne eingesetzt.

Wartungsfaktor

Jede Beleuchtung unterliegt je nach Einsatz einer mehr oder weniger starken Abnutzung und Verschmutzung. Deshalb leben Lichtplaner zu Beginn einen Wartungsfaktor fest, der aussagt wie viel eine Beleuchtungsanlage überdimensioniert werden muss, um bis zum Zeitpunkt der Wartung die genormte Beleuchtungsstärke abgeben zu können. Es gibt vom Fachausschuss Innenraumbeleuchtung (LiTG) zwar empfohlene Wartungsfaktoren, diese sind aber nicht genormt, da vieles einfach von der Einsatzsituation abhängig ist.

Empfohlen werden folgende Wartungsfaktoren:
0,80 sehr saubere Räume, Reinräume oder Räume mit geringem Nutzungsfaktor
0,67 saubere Räume, 3-jähriger Wartungszyklus, herkömmliches Büro
0,57 Außenbeleuchtungsanlagen
0,50 Beleuchtung, die starker Verschmutzung ausgesetzt ist

Mit Wartungswert und Wartungsfaktor wird der Neuwert der Leuchte ermittelt: Neuwert = Wartungswert / Wartungsfaktor
Desto mehr ein Lichtplaner über die Beleuchtunsanlage und die zu erwartende Nutzung der Räume weiß, desto weniger empfehlen sich allerdings die pauschal veranschlagten Faktoren. Der Wartungsfaktor wird dann im Normalfall detailliert abgestimmt auf das Objekt vom Lichtplaner ermittelt und für die Berechnung eingesetzt.

Wartungswert

Ein Wartungswert it meist die Beleuchtungsstärke, die zu vor der Wartung nicht unterschritten werden darf. Durch Verschleiß und Verschmutzung sinkt der Wert mit zunehmender Betriebszeit der Lampen und Leuchten, weshalb vom Lichtplaner ein höherer Neuwert berechnet werden muss. Dieser wird mit Hilfe des Wartungsfaktors festgelegt.

Watt

Watt (W) ist die Maßeinheit der Leistungsaufnahme. Der Benutzer erfährt darüber den Energieverbrauch eines Leuchtmittels. Benannt wurde die Einheit nach James Watt.

Weiß-Weiß-Mischung

Die Farbmischung von Lampen mit weißem Licht ist meist eine Mischung aus Warmweiß und Tageslichtweiß und wird als sogenannte Weiß-Weiß-Mischung in erster Linie als adaptive Beleuchtung genutzt. Warmweiß enthält einen höheren Rotanteil (Abendlicht) und Tageslichtweiß einen höheren Blauanteil (Mittagslicht). Durch diese Mischung können die Lichtverhältnisse des Tagesverlaufs simuliert werden. Die Authentizität der ausgestrahlte Lichtstimmung ist zusätzlich aber auch von der Qualität der Farbwiedergabeeigenschaften der jeweils eingesetzten Lampen abhängig. Hier ist Qualität besonders wichtig.

Wirkungsgrad

Der Beleuchtungswirkungsgrad von Leuchten beschreibt wie gut eine Leuchte das Licht des Leuchtmittels im Raum oder auf die entsprechende Fläche verteilt. Der Leuchtenbetriebswirkungsfaktor sagt aus, wie viel Prozent des Lichtstroms der Lampe bei einer Umgebungstemoeratur von 25 Grad Celsius aus einer Leuchte ausgestrahlt wird. Eine Leuchte, die ihr gesamtes Licht frei ausstrahlt hat hierbei theoretisch den besten Wirkungsgrad. Die Beleuchtungsqualität leidet hier allerdings, da solch eine Lampe blendet. Der Leuchtenbetriebswirkungsgrad besagt, wie viel Prozent des Lichtstroms von einer oder mehreren freistrahlenden Lampe/n bei einer Umgebungstemperatur von 25 Grad Celsius aus einer Leuchte austritt. Demnach hat eine freistrahlende, das Licht in alle Richtungen abgebende Leuchte den besten Wirkungsgrad – jedoch bei schlechter Beleuchtungsqualität, da sie blendet. Lichtlenkende Leuchten haben einen deutlich besseren Beleuchtungswirkungsgrad als freistrahlende Leuchten, da sie das Licht genau dorthin bündeln wo es gebraucht wird.